Elspe - Lederhosendichte erreicht neues Rekordhoch

Geschrieben von calphiko am Mittwoch Oktober 2, 2019

Sonntagmittag trugen sich gar traurige Szenen im Unterschlupf der Brandstifter zu. Zur Ablage der schmerzenden Gliedmaßen musste auf  Instrumentenstative zurückgegriffen werden, da der viel zu lange Gitarrist das Sofa längst in Beschlag genommen hatte. Mit käsebleichen Gesichtern stierten die Desperados sich gegenseitig an, während die altersschwache Maschine bei der Zubereitung der allein vom Sänger  wiederholt geforderten 80 Tassen Kaffee droht, Ihren Geist aufzugeben.
Was war passiert?

Nun, neben zwei Proben am Samstag und Sonntagnachmittag stand der Gig beim Oktoberfest Elspe an. Dass das beileibe keine Entspannungsnummer wird, hätte klar sein müssen, schließlich hat Elspe im gesamten Sauerland die nachweislich höchste Lederhosendichte. Selbst im Hochsommer laufen oder reiten da ja angeblich erwachsene Menschen in der traditionellen Beintracht herum. Dazu noch bewaffnet und mit Perücke auf dem Kopf. Was für ein herrlich-verrücktes Dorf... da war Old Shatterhand mal Prinz Karneval. Noch Fragen?
So mancher Karl-May-Komparse wird die Lederhose bei Saisonschluss Mitte September gleich anbehalten haben. So musste am vergangenen Samstag nur noch der Indianerwams gegen das Trachtenhemd getauscht werden und auf gings zum Oktoberfest, ausgerichtet von der Löschgruppe Elspe. Natürlich mit uns. Spielzeit von acht bis zwei und das mit unserm Calle am bandinternen Talkback-Mikro. Völlig klar, dass Pausen wieder zu überflüssigem Luxus erklärt werden. Schließlich haben wir so viele neue Stücke, wäre ja ein Jammer, wenn wir die nicht alle...jaja, am Arsch die Räuber. Jetzt ham wa den Salat. Zombieshow im Proberaum...
Dabei fings so toll an. Eine selbstentwickelte Introsequenz ermöglichte es der Band um kurz vor acht einmal selbst die grandiose Light-Show zu genießen, die uns Sebastian jedesmal kredenzt, von der wir als Musiker aber üblicherweise so gar nichts mitkriegen. Publikum war auch top drauf und ließ sich in kurzer Zeit von der Choreo-Manie anstecken. Vor und nach dem Auftritt exzellente Versorgung, für die wir uns hier nochmals herzlich bedanken wollen. Alles bestens. Und schließlich dann doch noch eine nennenswerte Pause, als wir uns zugunsten eines Maßkrug- Stemmwettbewerbs kurz von der Bühne verabschiedeten. Es hätte also alles gut ausgehen können. Dass wir schlussendlich dann doch noch Zugabe an Zugabe klatschten ist wohl eigenes Verschulden. Das gemeinsame Bierchen mit den Chefs vor Ort auch. Jaja, aber wenns halt Spaß macht... da muss man jetzt durch.
Tausend Dank an alle Beteiligten!!! Gerne immer wieder :)