Doppelschlag zum Saisonabschluss

Geschrieben von major am Mittwoch Juli 24, 2019

Na, habt ihr uns vermisst? Unglaublich still ist‘s auf der Brandstifter-Seite geworden, keine Nachberichte nach Sommerwochenenden, hat die Truppe auf der faulen Haut gelegen? Nichts da, das Rock n Roll Geschäft ist nicht der Bundestag, Sommerpause gibt’s nicht

 

Tatsächlich waren wir eher zu beschäftigt, denn zwei Wochenenden in Folge standen unsere jährlichen Dauerhighlights in Freienohl und Ennest an.

Man sollte meinen, dass nach sieben Jahren mal langsam das letzte Wort über Freienohl gesprochen sein sollte, irgendwann ist die Getränkekarte bei Luckais ja mal durch, jedes Zimmer schonmal bewohnt worden, jede musikalische Idee ausgereizt. Aber: auf Kies gepfurzt. Die Mannen und Madels bescheren uns Jahr für Jahr einen Höhepunkt nach dem Anderen.  So in diesem Jahr zum Beispiel die Idee, uns um eine Auftragsarbeit zu bitten. Eine Dorfhymne für Freienohl mit von den Beirats-Vorderen verfasstem Text sollte es werden. Bitte, könnt ihr haben. Die spielten wir dann einmal (Neuheit), zweimal (altebekannt), dreimal (Tradition), viermal (Brauchtum) und fünfmal (LEGENDE). Den Song bringen wir mit Vergnügen die nächsten sieben Jahre mit J. Ansonsten war‘s in diesem Jahr schlichtweg grandios. Samstagabend rockte übel, damit haben wir schon halb gerechnet. Aber, dass das scheidende Königspaar Peter Koßmann & Alexa Kehr am Sonntag nochmal alles aufbaten, war so nicht zu erwarten gewesen. Ein ganz fantastischer Abend ist‘s geworden. Wir hatten gigantischen Spaß auf und abseits der Bühne. Weit vom Narzissmus entfernt, wie wir eben sind, überraschten uns die eindringlichen Bitten um Autogramme doch im Positiven. Nach kollektiver Banderinnerung war es der Beste Sonntagabend in Freienohl aller Zeiten. In die Backstage-Euphorie mischte sich dann naturgemäß die leichte Sorge um den nächsten Tag und wir beflehten Koßmann und Kehr uns für den Montag ein ähnlich feierwütiges Königspaar zu bescheren. Ob die beiden tatsächlich Hand ans Gewehr gelegt oder sonstwie Einfluss genommen haben, entzieht sich unserer Kenntnis, feststeht, dass der Montag erneut zum absoluten Oberhammer wurde. Vielleicht war‘s auch Schicksal, die Schnapszahlen deuten es an: Mit dem 202 Schuss wurde der 22-jährige Marcel Werner zum jüngsten König in der Geschichte des Vereins und zog mit Königin Lisa Schröder und Vizekönig Maurice Neise ein großes und ausnehmend junges Publikum in die Halle. Heißt: Schlager runter, Punkrock rauf. Kein Thema. Pausen waren über das ganze Wochenende hinweg Mangelware, aber was solls. Zur Entspannung ist ja anschließend im Beiratszimmer und bei Ute an der Theke noch genug Zeit. Da kommt dann höchstens der Schlaf zu kurz. Aber pffft…I’ll sleep when I’m dead.

Und gerade darauf legten wir es dann am folgenden Wochenende an. Nichts mit Erholung und Ausschlafen, auf nach Ennest, die wollen schließlich auch feiern. Und sie können… und wie. Immerhin hatte der Herrgott ein Einsehen, sodass wir Samstag dem Zapfenstreich wichen und „nur“ Sonntag und Montag für die Unterhaltung zuständig waren. „Wie kriegen wir denn alles in zwei Abende?“ fragte sich da unser Calle und kommt sofort auf die zündende Idee. Ein Knack im In ear, seine Stimme fragt „Hat jemand was dagegen, wenn wir durchziehen? Nein? OK“. Widerstand zwecklos und bei einem so feierwütigen Publikum auch völlig sinnlos. Ist ja auch ganz schön, wenn die Klampfe nach sechsstündiger, intensiver Schweißdüngung langsam mit dem Körper verwächst. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an die Firmen Line 6 & the t.bone, deren Funksysteme es immerhin Bassist und Gitarrist erlaubten, sich während der Songs zur heilversprechenden Kühltruhe oder kurzzeitig nach draußen zu begeben um dem Hitzschlag zu entkommen. Endorsement-Angebote bitte wie immer an booking@brandstifter.band. Auch Hersteller von Keytars dürfen sich gerne melden, damit unser Körnchen sich den lebensrettenden Expeditionen anschließen kann. Blöd nur, wenn man Schlagzeuger ist…jut, das muss ja jeder selber wissen;)

Jedenfalls tausend Dank an alle Gäste, an das Festwirt-Team für die hervorragende Versorgung, an das Königspaar (Et Kampes Willi und seine Nadine) für die Einladung zu Kaltgetränken und ihre allgemeine Feierwütigkeit.

Dieser Doppelschlag war uns der grandiose Abschluss einer perfekten Saison. Vielen Dank an alle beteiligten! Jetzt geht’s erstmal wieder in den Proberaum, denn der Abschluss der Saison ist keinesfalls der Abschluss unseres Jahresplans. Mit dem Stadtfest Attendorn, dem Oktoberfest im Rahmen des Stadtfeuerwehrtags in Elspe, unserem geheimnisumwitterten Jukebox-Konzert im Gasthaus Attendorn und mehr erwarten uns noch große Aufgaben. Wohlan Kameraden, auf die Pferde!