Aktuelles

Platt, Stolz und Glücklich

"Seit ich 1965 Winnetou erschossen hab, hab ich mich nicht mehr so wohl gefühlt" Rik Battaglia, 85, Schauspieler
"Ist am Ende etwas aus dem Ruder gelaufen, aber war ein toller Abend" K. Nero, 26, römischer Monarch
"Die Brandstifter ham meinem Wochenende richtig eingeheizt. Meine Kettenramme is nen Scheissdreck dagegen!" - Manni, 40, Maschinenführer
"Die Legende sagt bis heute es war ein einzelner Protonentorpedo, aber im Wahrheit haben die Brandstifter die Hütte auseinandergenommen" S. Palpatine, 105, galaktischer Imperator
"Lange nicht mehr so einen Ramses gehabt!" - Mohammed, 32, Papyrusverkäufer
"Ich war total schlecht gelaunt, aber dann habe ich den Schlagzeuger gesehen! Die anschließende Party war der Hammer und ich bin richtig erregt wieder nach Hause" - Manni, 40, Maschinenführer
"Die größte Überraschung seit dem trojanischen Pferd! So hat die Stadt noch nie gebrannt!" - Paris, 18, trojanischer Ex-Monarch
"Etwas enttäuscht war ich schon. Hatte mir was anderes versprochen. Aber die Musik war gut!" - Michaela, 56, passionierte Pyromanin
"Einer dieser Meinungsmacher wollte die Brandstifter kritisieren. Ich genoss seine Leber mit ein paar Fava-Bohnen, dazu einen ausgezeichneten Chianti." Dr. H. Lecter, amerikanischer Fernsehkoch
"Ich dachte halt die Jungs packen das schon und wollte an dem Abend auf keinen Fall die Brandstifter verpassen. Da gibts nichts zu bereuen!" M. Neuer, 32, Profisportler
"Nimm den besten Orgasmus, den du je hattest, multipliziere ihn mal tausend und du bist noch nicht mal nah dran." Renton, 26, Trainspotter
"Ist jetzt doof gelaufen, aber bei so guter Mucke kommste halt mit jedem ins Gespräch" Judas Iskariot, 32, Gang of 12
"Mailand oder Madrid - Hauptsache Brandstifter!" - Andreas M, 32, Erdkunde-Sport-Lehrer
"Durst führt zu Bier. Bier führt zu Schützenfest. Schützenfest führt zu Musik. Musik führt zu Brandstifter." Yoda, 285, Sumpfbewohner und Hobby-Geist
„Ein Neues Gebot gebe ich euch: wie mich die Brandstifter gerockt haben so sollt auch ihr einander... nee, streich nochmal durch. Sorry, bin noch total geflasht von gestern Abend“ J.C., 33, Neutestamentarier & Musicalstar
"War eine anstrengende Anreise, aber der Abend hat sich gelohnt. Auf nach Rom" - Hannibal, 35, Alpenführer
"Der Sänger ist vielleicht ne harte Sau! Hab ihn auf der Tanzfläche umgehauen, aber der sucht seine Brocken zusammen und macht einfach weiter..." Marvin, 25, Gärtner und Kettenramme
Olli am Mic

Platt, Stolz und Glücklich...

kommen wir Pyromanen aus dem verlängerten Wochenende.
Drei fantastische, eigentlich unbeschreibliche Abende liegen hinter uns.
Aus diesem Grunde wäre es wohl am Besten, die Klappe zu halten und nur auf unsere Bildergalerie zu verweisen, denn ein Bild sagt bekanntlich mehr als Tausend Träume, ähhh Sterne. Quatsch, Worte. Andererseits gehört die Nachberichterstattung ja zum Geschäft. Gehen wir es also vielleicht am Besten kunstwissenschaftlich an: Was sehen wir? Zunächst Musiker mit seligem Grinsen auf der Bühne. Der Grund für diesen entrückten Gesichtsausdruck offenbart sich alsbald: Ein Meer von Menschen bis zum Hallenhorizont zeigt sich dem staunenden Betrachter. Werkübergreifend zeigt sich ein erstaunliches Paradoxon, konstituiert aus Amorphität der Masse auf der einen Seite -wir sehen sie in springender, rudernder, frenetisch tanzender und hart rockender Haltung - und bewundernswerter Konstanz auf der anderen Seite. Einzelne Gesichter, denen wir spontan Namen wie Anke, Willi, Torben, Evelina, Raini und Ms. Love zuordnen mögen, bevölkern die Tanzfläche verlässlich, unabhängig von Tages- und Nachtzeit. In ihrer Ausdruckskraft erinnern die Werke an den reifen Monet, mit der Brisanz des jungen Picasso, welche sich in den wiederholten bildlichen Forderungen mach „Eskalation“ offenbart, gepaart mit der Aktualität zeitgenössischer Pop-Art. Selbst Ankläge an Beuys lassen sich in Form halbleerer Biergläser ausmachen.
So beschert uns Kunstfreunden dieser Zyklus eine Myriade von Bedeutungsebenen, unter denen sich dennoch eine Hierarchie auszubilden scheint. Die sich geradezu aufdringende, Wichtigste Interpretation lässt uns alles affektierte Vokabular vergessen:
VOLKRINGHAUSEN, IHR WART GEIL!!!
Tausend Dank für Alles, wir sehen uns nächstes Jahr! Wir können es kaum erwarten.